Gelassenheit lernen | LEISEmagazin

Mehr Achtsamkeit ebnet den Weg für positive Empfindungen in der Gegenwart. Durch eine Sensibilisierung der Sinne kann die eingeschränkte, nur noch routinierte Wahrnehmung positiver Lebensbedingungen, wieder erweitert werden.

Stress kann als positiver Motivator die Leistung verbessern. Vielfach wirkt sich Stress jedoch privat wie beruflich als Überforderung aus, die auf Dauer ungesund ist. Daher sollte negativer Stress vermieden werden. Ist das für dich nicht möglich, lohnt sich durch eine veränderte Einstellung und gezielte Techniken, die Folgen zu reduzieren. Dazu sind einfache, alltagspraktische Veränderungen ausreichend. Im Bedarfsfall und zur allgemeinen Vorbeugung gegen Stressoren: Mehr Gelassenheit und Ausgeglichenheit sind der Schlüssel zu mehr Lebensfreude.

Passende Einstellungen können das Problembewusstsein und Belastungsempfinden verändern

Fehlendes Selbstbewusstsein und übermäßige Angst blockieren oftmals notwendige Handlungen und Entscheidungen. Die persönliche Weiterentwicklung, sowie Lebensqualität werden eingeschränkt. Die für einen gesunden, vorteilhaften Lebensstil erforderliche Einstellung und Handlungssicherheit wird häufig durch innere Blockaden und negative Emotionen verhindert. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und in eine bessere Zukunft ist daher der Umgang mit der eigenen Einstellung.

Ärger und Wut lösen keine Probleme. Das hat noch nie funktioniert. Wir können so laut schreien, wie wir wollen, doch die Ampel wird nicht schneller grün. Schimpfwörter und Aggressionen gegen andere Menschen oder Situationen bringen diese nur gegen uns selbst auf. Ja, auch Situationen. Wenn wir innerlich den Fokus auf eine äußere Problematik legen und die Schuld womöglich im Handeln anderer suchen, erschafft die negative Energie weitere Situationen in denen wir handlungsunfähig sind.

Ein Kontrollverlust in unvermeidbaren Situationen kann durch ein realistisches Problembewusstsein und einfache Übungen überwunden werden. Um Gelassenheit lernen zu können, müssen wir aufhören gegen die Situation und die daraus entstehenden Emotionen zu kämpfen. Je häufiger es gelingt, in Stresssituationen kühlen Kopf zu bewahren, umso stärker entwickelt sich das „Stressbewusstsein“.

Praktische Tipps für mehr Gelassenheit im Alltag

Wer die Gelassenheit eines Koalas oder die eines Faultiers lernen möchte, sollte dazu bewährte Techniken nutzen. Neben der richtigen Einstellung gegenüber der gegenwärtigen Situation dienen zur notwendigen Umsetzung und praktischen Übung, einige Techniken und Tipps:

Atmen!

• Erst einmal tief durchatmen… hilft auf mehrfache Weise, mit aufkommendem Stress besser fertig zu werden. Dadurch werden vorschnelle emotionale Reaktionen verhindert. Es besteht mehr Zeit, um Probleme zu bewerten und über eigene Reaktionen nachzudenken.

Außerdem nutzen dir bereits kleine Atemübungen zur Entspannung. Bewusstes Ein- und vor allem Ausatmen sowie kurzes An- und Entspannen der Muskulatur erzielen hierzu eine verblüffende Wirkung. Hierfür sind keine Yoga-Kenntnisse erforderlich. Diese konzentrationsfördernden Entspannungsübungen können an jedem Ort zu jeder Zeit praktiziert werden.

Wie eine richtige Atmung in Stresssituationen funktioniert, erfährst du in unserem Artikel: https://leisemagazin.de/wie-atmet-man-richtig/

Be aware!

• Mehr Achtsamkeit ebnet den Weg für positive Empfindungen in der Gegenwart. Durch eine Sensibilisierung der Sinne kann die eingeschränkte, nur noch routinierte Wahrnehmung positiver Lebensbedingungen wieder erweitert werden. Dadurch gewinnen positive Eindrücke wieder die Oberhand über die allgemeine Gefühlslage und führen zu mehr Gelassenheit. Dazu zählen das bewusste Wahrnehmen von Geschmack, Geruch und Farben beim Essen oder der bewusste Blick auf die Geschenke der Natur. Eine höhere Achtsamkeit sorgt für Wohlgefühl und Entspannung.

Für mehr Achtsamkeit im Alltag: https://leisemagazin.de/achtsamkeit-im-alltag/

Sport machen

• Regelmäßiger Ausdauersport dient als Stressausgleich und baut Aggressionen ab. Sportliche Aktivitäten reduzieren die Bildung von Stresshormonen und fördern die Produktion sogenannter Glückshormone wie Serotonin. Wer aufgrund seiner körperlichen Verfassung die Trainingsbelastungen in Grenzen halten muss, kann auf Alternativen ausweichen. Anstelle von Ausdauersportarten empfiehlt sich Treppensteigen statt Fahrstuhlnutzung oder das morgendliche Wippen auf den Fußballen beim Zähneputzen.

NEIN!

• Nein sagen lernen. Nicht jede durch andere gewollte Aufgabenerledigung muss durchgeführt werden. Ständige Bereitwilligkeit kann ausgenutzt werden und Überlastungen verursachen. Insbesondere auf Arbeit lohnt sich anfänglich das Nein sagen. Geld verdienen zu müssen gilt im 21. Jahrhundert als einer der größten Stressfaktoren. Wenn du es schaffst, deinem Chef ein höfliches Nein entgegenzubringen, stärkt das zusätzlich auch dein Selbstbewusstsein.

Entspannungstechniken

• Entspannungstechniken helfen bei der Stressbewältigung und fördern die Schlafqualität. Ob Yoga oder autogenes Training. Jeder Versuch einer zusätzlichen Entspannung lohnt sich. Zum Lernen von Entspannungstechniken können einfache Anleitungen und Übungen genutzt werden.

Wir empfehlen unseren LEISE Entspannungsmusik Youtube Kanal.

Relaxen

• Gelassenheit lernen bedeutet, auch zu relaxen. Wellness-Feeling kann in jedem Badezimmer stattfinden. Dazu reichen ein angenehmer Duft, eine stilvolle Beleuchtung und entspannende Musik. Ätherische Öle können zur Entspannung besondere Akzente setzen.

Pausen machen

• Pausen sollten nach längeren physischen oder psychischen Anspannungen im beruflichen oder privaten Bereich nach Möglichkeit genutzt werden. Dadurch werden Überlastungen und Fehler verhindert und wieder neue Energien freigesetzt.

Solltest du in diesen Punkten keinen Lösungsansatz für dich finden, mache dir bitte Folgendes bewusst:

„There is no glory in prevention!“ – Es liegt kein Ruhm in Prävention!

Vielleicht macht es in bestimmten Situationen keinen Sinn, dass das Leben dich entschleunigt oder dir eine Oma mit Einkaufskorb den Weg versperrt. Doch du weißt nie, warum das gerade passiert. Möglicherweise würde an der nächsten Kreuzung ein Fahrradfahrer über die Füße fahren, doch du wirst es nie erfahren. Du darfst einfach darauf vertrauen, dass es einen Grund hat, dass du am Stauende stehst und nicht am Stauanfang liegst!

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